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Einkaufen mit Fingerabdruck

Caracas. In allen Supermärkten Venezuelas sollen künftig Fingerabdruckscanner an den Kassen stehen. Staatspräsident Nicolás Maduro erklärte, die Scanner seien ein »Segen« im Kampf gegen den Schmuggel günstiger Lebensmittel aus Venezuela in die Nachbarstaaten. Durch das Erfassen der Fingerbadrücke soll festgestellt werden, ob einzelne Bürger ungewöhnlich häufig und viel einkaufen. Dahinter steht der Verdacht, daß die Käufer die Produkte außer Landes schmuggeln und dort zu höheren Preisen weiterverkaufen. Staatliche Preiskontrollen sorgen in Venezuela dafür, daß Lebensmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs teils nur ein Zehntel soviel kosten wie in den Nachbarstaaten. Maduro führt die Warenknappheit in den Geschäften darauf zurück, daß in großem Stil günstige Produkte aus Venezuela herausgeschmuggelt werden, insbesondere nach Kolumbien. Seit kurzem schließt Venezuela deshalb jede Nacht die 2200 Kilometer lange Grenze zwischen beiden Ländern. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2014, Seite 7, Ausland

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