03.07.2014
Verdacht auf uneidliche Falschaussage
NSU-Prozeß. Zeuge weiß angeblich nicht mehr, ob er Waffen besessen hat. Staatsanwalt droht Konsequenzen an
Von Claudia Wangerin, München
Enrico T. mußte sich am Mittwoch im Münchner NSU-Prozeß von Nebenklagevertretern fragen lassen, ob vielleicht eine Krankheit sein Erinnerungsvermögen beeinträchtige. Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten wollte zusätzlich wissen, ob der Zeuge Drogen oder Medikamente eingenommen habe. Daß wieder jemand aus dem früheren Umfeld der mutmaßlichen NSU-Terroristen unglaubliche Erinnerungslücken vorschützt, ist schon Routine im Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Natio...
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