31.03.2001
Unverhoffte Signalwirkung
Internationale Tribunale wirken indirekt auf Rechtssprechung in Argentinien ein
Von Jens Holst
Fünfundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit. Doch sie reicht bei weitem nicht aus, um alle Wunden zu heilen. Schon gar nicht, wenn sie so tief sind wie bei Elsa Sánchez de Oesterheld. Ihre gesamte Familie, beide Töchter mit ihren ungeborenen Kindern, zwei Schwiegersöhne und ihr Ehemann fielen dem Militär in ihrer argentinischen Heimat zum Opfer. Nachdem sich die Junta unter Leitung von General Jorge Raúl Videla am 24. März 1976 an die Macht geputscht hatten, begann ei...
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