01.07.2014
Stochern im Nebel
Geplante Verschärfung des Prostitutionsgesetzes beruht auf nicht begründeten Vermutungen. Verstärkte Stigmatisierung befürchtet
Von Ulla Jelpke
Die Regierungskoalition hat sich auf eine Reform des seit dem Jahr 2002 geltenden Prostitutionsgesetzes geeinigt. Doch mit nachweisbaren Fakten begründen kann sie ihre Pläne nicht, die aus Sicht von Berufsverbänden der erotischen und sexuellen Dienstleistungen auf eine Diskriminierung und erneute Kriminalisierung der Prostitution zielen. Das zeigen die Antworten auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion. So beruhen Forderungen der Bundesregierung nach einer Genehmig...
Artikel-Länge: 4497 Zeichen


