10.06.2014
Zu kurz gegriffen
Friedenspreis: Jaron Laniers Kritik an der Macht der Internetkonzerne ist nicht so demokratisch, wie uns Lobredner Glauben machen wollen
Von Thomas Wagner
Was für ein Wirbel! Die Entscheidung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, seinen Friedenspreis in diesem Jahr an den Internetpionier Jaron Lanier zu verleihen, ist am Freitag im hiesigen Feuilleton begeistert aufgenommen worden. Springers Welt bezeichnete sie als »eine wirkliche Sensation« und die Süddeutsche Zeitung meint, der Informatiker habe »ein Menschheitsproblem benannt und umrissen, dessen sich viele noch gar nicht bewußt sind«. In der FAZ wiederum l...
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