26.05.2014
Stigmatisierende Speicherpraxis
Berliner Polizei kennzeichnet in ihren Informationssystemen HIV-Infizierte mit dem Hinweis »Ansteckungsgefahr«. Selbsthilfeorganisationen kritisieren gängige Praxis
Von Markus Bernhardt
Die Berliner Polizei speichert Informationen zu ansteckenden Krankheiten, unter denen manche Menschen leiden. So wurde am Donnerstag im Rahmen einer Sitzung des Innenausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses bekannt, daß die Beamten im Rahmen sogenannter personengebundener Hinweise in ihren Datenbanken Vermerke anlegen, wenn Menschen mit HIV, Hepatitis B oder C infiziert sind. Ist dies der Fall, findet sich in den Datensätzen der Warnhinweis ANST, der für »Ansteck...
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