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Ermittlungen acht Jahre nach Unglück

Valencia. Fast acht Jahre nach der U-Bahn-Katastrophe mit 43 Toten in Valencia hat die Justiz Ermittlungen gegen führende Mitarbeiter der Bahngesellschaft eingeleitet. Ein Untersuchungsrichter in der spanischen Hafenstadt am Mittelmeer erklärte am Donnerstag drei hohe Angestellte der staatlichen U-Bahngesellschaft FGV zu Beschuldigten und lud sie zu Vernehmungen vor. Die Katastrophe vom 3. Juli 2006 war das schlimmste U-Bahn-Unglück in der spanischen Geschichte.

Ein Zug war viel zu schnell in eine Kurve gefahren, gegen eine Tunnelwand geprallt und umgestürzt. Eine Ermittlungsrichterin hatte zunächst dem Fahrer die Schuld gegeben, der bei dem Unglück ums Leben kam, und das Verfahren eingestellt. Eine Vereinigung von Hinterbliebenen erreichte, daß die Ermittlungen neu aufgerollt wurden. Sie ist der Ansicht, daß die Katastrophe vermeidbar gewesen wäre und die FGV aufgrund von Versäumnissen eine Mitverantwortung trage. Die nun beschuldigten FGV-Mitarbeiter waren für die Bremssysteme zuständig.
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(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2014, Seite 6, Ausland

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