07.05.2014
In Viktor Veritas
Die jüdischen Verbände in Ungarn boykottieren das offizielle Holocaust-Gedenkjahr. Ihre Kritik: Geschichtsrevisionismus statt der Erinnerung an die Verbrechen
Von Ben Mendelson
Der Vorwurf an Vikor Orbán ist harsch: »Partielle Holocaustleugnung«. Grund sind die jüngsten Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten, mit denen er die Rolle Ungarns bei der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung vor und während der Nazibesatzung 1944 relativiert. Der Parteichef des nationalkonservativen Fidesz-Bundes, der am morgigen Donnerstag auf dem WDR-Europaforum in Berlin reden wird, schrieb in einem vierseitigen Essay, ohne die deutsche Besatzung hätte ...
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