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11.04.2014

Freibrief für Ausbeutung

Arbeiten für 1,60 Euro pro Stunde? Kein Problem: Arbeitsgericht Cottbus erlaubte sittenwidrige Löhne, weil Beschäftigte eingewilligt haben

Von Susan Bonath
Ein Rechtsanwalt im südbrandenburgischen Großräschen hatte zwei Angestellte neun beziehungsweise zwölf Monate lang mit Stundenlöhnen von 1,65 und 1,54 Euro abgespeist. Gerade 100 Euro monatlich erhielten die Betroffenen für rund 15 Stunden Wochenarbeitszeit, der Rest kam vom Amt. Das ist der Freibetrag, den Hartz-IV-Bezieher ungekürzt zum Regelsatz dazu verdienen können. Das Arbeitsgericht Cottbus sah darin kein Problem und wies die Klage des Jobcenters Oberspreewal...

Artikel-Länge: 5464 Zeichen

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