01.04.2014
Keine kurzfristige Option
In der Debatte um den Import von US-Schiefergas geht es um Geopolitik. Deren Mühlen mahlen langsam. Ob am Ende eine Schwächung Rußlands steht, ist offen
Von Reinhard Lauterbach
Seit der Krim-Krise leuchten die Augen aller Gegner Rußlands auf, sobald das Wort »Schiefergas« fällt. Importe dieses aus tiefen Gesteinsschichten gewonnenen Rohstoffs könnten die Abhängigkeit EU-Europas und somit auch der BRD von russischem Gas verringern, lautet die Erwartung. US-Präsident Barack Obama und sein kanadischer Kollege Stephen Harper haben bei Besuchen in Europa bereits kräftig die Werbetrommel für diese energiepolitische Option gerührt.
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