15.03.2014
Nebenteufel und die Unfallsucht
Max Frisch, sich selbst und dem Leser entfremdet: Nach Ablauf der Sperrfrist sind Auszüge aus seinem Berliner Tagebuch erschienen
Von Jan Decker
Auf dem Umschlag ist von »einem der großen Schätze aus (Max) Frischs Nachlaß« zu lesen. Der Autor versah sein »Berliner Journal« mit einer Sperrfrist von 20 Jahren, der »privaten Sachen« wegen, die er darin verzeichnete. Diese editorische Vorsicht kann auch als Warnung an sich selbst und den Leser verstanden werden. Knüpft Max Frisch mit dem »Berliner Journal«, das mit dem Einzug des Autors in eine neue Wohnung in der Berliner Sarrazinstraße 1973 einsetzt, doch scho...
Artikel-Länge: 3629 Zeichen


