26.02.2014
Waffendealer schweigt
NSU-Prozeß: Polizist referiert Aussagen des Händlers, der dem Mordtrio Pistole verkauft haben soll. Verteidiger wirft Beamten Fehler bei Vernehmung vor
Von Claudia Wangerin, München
Auf eine Vernehmung durch die Polizei schien sich der Verkäufer der mutmaßlichen Tatwaffe in neun dem »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) angelasteten Mordfällen schlecht vorbereitet zu haben. Der frühere Jenaer Szeneladenbetreiber Andreas Schultz wollte die eigentliche Beschaffung der Ceska-Pistole zunächst auf »Jugos« oder »Kanaken« schieben. An deren Adresse habe er den Neonazi Ralf Wohlleben lediglich verwiesen, als dieser ihn im Frühjahr 1999 oder 2000 n...
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