Zum Inhalt der Seite

NSU: Fraktionen fordern Resultate

Berlin. Am heutigen Donnerstag ist der Abschlußbericht des Untersuchungsausschusses zum »Nationalsozialistischen Untergrund« der vergangenen Legislaturperiode erneut Thema im Bundestag. In einem gemeinsamen Antrag fordern alle Fraktionen die Bundesregierung auf, die Empfehlungen, die der Ausschuß schon im September 2013 vorgestellt hat, zügig und umfassend umzusetzen. Junge Welt erfuhr am Rande der Sitzung des Innenausschusses am Mittwoch in Berlin, daß einzelne Bundesländer die Umsetzung einiger Maßnahmen verzögern. In der Einleitung des Antrags betonen die Fraktionsvorsitzenden, daß Differenzen über die Rolle des Verfassungsschutzes und den Einsatz von V-Personen bestehen. Darüber hinaus sei jedoch die Überzeugung gewachsen, daß »eine Reihe von Korrekturen und Reformen dringend geboten« sei, so soll die Polizei verpflichtet werden, rassistische Hintergründe einer Tat zu prüfen.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!