14.02.2014
An der Schnittstelle
»Meine Mutter, ein Krieg und ich« im Panorama: Freiwillige Rotarmistinnen erzählen vom Zweiten Weltkrieg – was die Männer früher nicht hören wollten
Von Grit Lemke
Es beginnt mit Fotos. Vergilbt, zerknittert, an den Rändern ausgefranst, die Gesichter von Schichten bedeckt, deren oberste abblättert. Die Fotografie, die neben dem Dokumentarfilm das Medium ist, das der Realität scheinbar am nächsten kommt, wird bei Tamara Trampe und Johann Feindt nie der Beweis einer Wahrheit. Vielmehr ist sie Ausdruck des Gedächtnisses, in dem sich die Ebenen auch überlagern und Momente der Klarheit neben Blindflecken existieren.
An der Schnitt...
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