17.01.2014
»Das Motiv fehlt«
NSU-Prozeß. Verletzter Polizist kann sich den Heilbronner Mordanschlag nicht so einfach erklären wie die Ankläger der Staatsanwaltschaft
Von Claudia Wangerin
Im Münchner Prozeß um die Neonaziterrorgruppe NSU hat am Mittwoch erstmals ein Geschädigter ausgesagt, der einen Mordanschlag des »Nationalsozialistischen Untergrunds« überlebte. Bei dem Attentat auf zwei Polizeibeamte am 25. April 2007 in Heilbronn starb Martin A.s Kollegin Michèle Kiesewetter. Er selbst lag mehrere Wochen im Koma. Auf beide waren Kopfschüsse abgegeben worden, als sie im Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese eine Pause einlegten.
Die Tä...
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