06.01.2014
Kahlschlag ungebremst
Kritik an Soja- und Ölpalmenanbau in Brasilien. Regierung fördert weiter Monokulturen – auf Kosten der Umwelt und sozialer Strukturen
Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro
In Brasilien frißt sich das profitable Agrogeschäft weiter in Landschaft und soziale Strukturen. Ein Ende des Sojawahns ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Immer mehr Gebiete werden für die Monokulturen geopfert, gestützt durch die Regierung und zum Nutzen der großen Unternehmen der Branche. So war zwischen 1992 und 2000 die Anbaufläche von 9,4 Millionen auf über 13,6 Millionen Hektar angewachsen. Seit 2000 hat sie sich auf über 27,6 Millionen Hektar mehr als verdoppe...
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