28.10.2013
Der Krampf geht weiter
Elfriede Jelineks »Nora« am Düsseldorfer Schauspielhaus
Von André Weikard
Vom Kino kennen wir das: die Fortsetzung, das Sequel, das Immer-weiter-Erzählen, solange die Leute Eintritt zahlen. An jede beliebte Geschichte wird immer noch was drangeschustert. Im Theater spricht man in solchen Fällen vornehm vom »Sekundärdrama«. So eines hat nun Elfriede Jelinek verfaßt. Ibsens Emanzipationsklassiker »Nora oder ein Puppenheim« wurde von der Nobelpreisträgerin in die Verlängerung geschickt (einen Prolog hatte Jelinek schon 1979 zum 100jährigen J...
Artikel-Länge: 4181 Zeichen


