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Contergan-Opfer prozessieren

Madrid. Spanische Contergan-Opfer haben vom deutschen Pharma-Konzern Grünenthal vor Gericht Entschädigungen in Millionenhöhe verlangt. Bei einem am Montag eröffneten Prozeß in der spanischen Hauptstadt Madrid forderten 180 Geschädigte insgesamt 204 Millionen Euro. Die Betroffenen-Vereinigung Avite warf dem Unternehmen vor, den Contergan-Wirkstoff Thalidomid in Spanien mehrere Jahre weiter vertrieben zu haben, nachdem das Mittel in Deutschland 1961 vom Markt genommen worden sei. Grünenthal wies die Forderungen zurück. Die spanische Niederlassung des Unternehmens verwies darauf, daß die spanischen Betroffenen Hilfen bei der Contergan-Stiftung und bei der Grünenthal-Stiftung in Deutschland beantragen könnten. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2013, Seite 6, Ausland

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