07.06.2013
Das Nesthäkchen half
NSU-Prozeß: Angeklagter Gerlach will bei »Freundschaftsdiensten« für mutmaßliche Mörderbande nichts Böses geahnt haben
Von Claudia Wangerin, München
Holger Gerlach wollte den Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe angeblich nur das Leben im Untergrund erleichtern, als er ihnen Ausweispapiere überließ, eine Krankenkassenkarte besorgte – und nicht zuletzt eine Schußwaffe für sie transportierte. Diese »Freundschaftsdienste« gestand der Angeklagte am Donnerstag im Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) vor dem Oberlandesgericht München. Er bestritt...
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