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06.06.2013

Alles gärt ...

…fault und zerfällt und ist keinesfalls ­unpolitisch. Die Wols-Retrospektive in der Kunsthalle Bremen

Von Wolfgang Müller
Das An-sich-und-an-der-Welt-Leiden gehört zu den beliebtesten Künstler-Stereotypen. In erster Linie gilt das für Männer. Ausgestattet mit wirrem Haar und Alkoholfahne kann eine Künstlerin kaum damit rechnen, zum bewunderten Genie erklärt zu werden – egal, wie hochwertig ihr Werk auch beschaffen sein mag. Man stelle sich eine vierzigjährige Künstlerin aus Deutschland vor, die sich »Heil Hitler«-kreischend in einer noblen New Yorker Galerie eine Banane zwischen...

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