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30.05.2013

Trödel des Grauens

»Böse Dinge«: Eine Ausstellung in Hamburg versucht sich am rigorosen Moralismus des guten Geschmacks

Von Falk Schreiber
Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe steht ein großer Tapeziertisch. Besucher können hier »böse Dinge« abgeben: eine Skulptur aus Staubwedeln. Nippes. Unzählige Aschenbecher, Briefbeschwerer, der ganze Schrott, den man vor Jahren von der Schwiegermutter geschenkt bekam und der seitdem in einer Kammer verstaubt. Das ist alles unglaublich häßlich, es ist unpraktisch, aber ist es böse? Eine Vase, die aussieht wie ein Monsterei aus »Alien«, wird etwas hilflos als »...

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