22.05.2013
Wie weit ist das von hier?
Es ist viel zu einfach, sich darüber lustig zu machen: Die neue Anthologie »Berlin bei Nacht«
Von Jamal Tuschick
In Berlin leiden Alleen unter ihrer Anschlußlosigkeit. Deshalb täuschen sie Verbindungen vor und suggerieren Macht und Herrlichkeit. In Wahrheit hängt nichts zusammen, alles schwimmt auf einer Linse und endet in der Weitläufigkeit von Plätzen. Der Alexanderplatz ist »ein bloßgestellter Leistenbruch«, um wieder einmal Hanns Zischler zu zitieren. Schon Vladimir Nabokov wußte, daß Berlin polyzentrisch gedacht werden sollte. Dirk Knipphals kommt dann auch auf diesen top...
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