28.03.2013
Kurswechsel gefordert
Ein großangelegter Streik in Südpolen setzt die rechtskonservative Regierung unter Druck. Gewerkschafter sehen die Aktion nur als Anfang
Von Tomasz Konicz, Poznan
Nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Defensive setzt Polens Gewerkschaftsbewegung dazu an, wieder zu einer gesellschaftlich relevanten Kraft aufzusteigen. Mehr als 100 000 Lohnabhängige aus rund 600 Betrieben traten in Schlesien (Slask) am vergangenen Dienstag in einen vierstündigen Streik, um die rechtskonservative polnische Regierung um Premier Donald Tusk zu einem Politikwechsel zu bewegen. An dem Ausstand nahmen Beschäftigte bei der Eisenbahn, im öffentlichen N...
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