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01.11.2000

Valse triste

Lachendes Leid: Tschechows »Möwe« im Berliner Gorki Theater

Von Stefan Amzoll
Wie ein harmloser langsamer Satz, so fängt alles an. Rhapsodisch, fast geräuschlos. Eine aristokratische Familie tummelt sich. Ein Gut, das gut verwaltet wird. Landschaft mit See. Behagliche Düfte, Gerüche aus Ruinen. Nicht fehlen dürfen die clichés russes: die Ballettstange vor Spiegel, Tschaikowsky-Melodien, die Seelenschmelze, Kunst und Adel am Sportgerät, ein Brabbeln und Schimpfen. Freiheit in der Frischluft. Das Herz leergefegt. Schein ringsum. - In Wirklichke...

Artikel-Länge: 5160 Zeichen

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