23.01.2013
»Unreif für Demokratie«
Jordanien: König Abdullah läßt wählen, um seine absolute Macht zu festigen. Angeblich stammt er vom Propheten ab, aber ob ihm das auch in Zukunft nützt, ist ungewiß
Von Gerrit Hoekmann
Wenn am heutigen Mittwoch drei Millionen wahlberechtigte Jordanier ein neues Parlament bestimmen, dann steht die größte organisierte politische Kraft im Königreich nicht auf dem Stimmzettel. Die »Islamische Aktionsfront«, der politische Arm der jordanischen Muslimbrüder, hat zum Boykott aufgerufen. Den religiösen Fundamentalisten gehen die von König Abdullah zaghaft eingeleiteten demokratischen Reformen nicht weit genug, berichtete der arabische Fernsehsender »Al-Ds...
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