29.11.2012
Anwesenheit ist Trumpf
Unglaublich, wie traurig viele Leute sind: Ein Dokfilm über die Performerin Marina Abramovic
Von Anja Trebbin
Diesseits von simulierten Schlägen, stumpfen Messern und Theaterblut hat Marina Abramovic in etlichen Performances ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Die Klingen waren scharf, die Schmerzen echt, die Wunden offen. Damit hat die 66jährige Serbin viele beeindruckt. Was ihre Einsatzbereitschaft mit Kunst zu tun hat, bleibt eine erlaubte Frage, auch nach der großen Retrospektive im Frühjahr im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA). Die höheren Weihen des Kunstbetriebs...
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