08.11.2012
Kahlschlag in Portugal
Die Regierung in Lissabon will die öffentlich-rechtlichen Sender an die Privatwirtschaft verscherbeln. Ex-Brauereichef soll Intendant werden
Von Frank Biermann
Dem Kürzungsdiktat der EU fallen möglicherweise auch die öffentlich-rechtlichen Sender Portugals zum Opfer: Die konservative Regierung will »Rádio e Televisão de Portugal« (RTP) teilweise oder sogar ganz an die Privatwirtschaft verscherbeln. Auf Kosten der Pressefreiheit und der medialen Versorgung entlegener Inseln sollen so jedes Jahr Riesensummen »eingespart« werden.
Anders als in Deutschland finanziert sich der öffentliche Rundfunk Portugals nicht überwiegend d...
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