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Putin gegen harte Strafe für Band

London. Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich erstmals öffentlich zur Anklage gegen die Mitglieder der Punkband Pussy Riot geäußert und sich dabei für eine milde Strafe ausgesprochen. Zugleich kritisierte er die wegen Rowdytums angeklagten Musikerinnen. »Ich denke, das Urteil sollte nicht zu hart ausfallen«, sagte der Staatschef laut russischen Nachrichtenagenturen am Donnerstag abend während eines Besuchs in London. Die drei jungen Frauen hätten ihre Lektion bereits gelernt. Ihnen wird vorgeworfen, Ende Februar die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau gestürmt und Putin von der Kanzel herab verunglimpft zu haben. Die Aktion dauerte weniger als eine Minute. Den Frauen drohen wegen Randalierens bis zu sieben Jahre Haft. Vor Gericht bekannten sie sich am Montag für nicht schuldig im Sinne der Anklage.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.08.2012, Seite 7, Ausland

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