03.08.2012
Die große Depressive
Andrea Breths schillernde Frauenfiguren in Oper und Theater
Von Gisela Sonnenburg
Kartoffelsalat zum dreihebigen Jambus schmeißen andere. Andrea Breths Haltung zu Klassikern: »Man muß nichts zwanghaft aktualisieren.« Was gut sei, müsse man nicht verbessern, sagt die Regisseurin. In Sphären abzuheben, die mit der Realität – und mit der Entstehungszeit eines Theaterstücks – nichts zu tun haben, mag sie nicht.
Dafür beleuchtet Breth die Frauenfiguren stärker. Nicht nur wörtlich: Die Bandbreite, mit der Schauspielerinnen unter Breth agie...
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