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Neuer Prozeß gegen Timoschenko geplant

Kiew. Die wegen Amtsmißbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko muß sich voraussichtlich erneut vor Gericht verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft hat laut der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS vom Montag ein bereits abgeschlossenes Verfahren gegen die ehemalige Regierungschefin zur Wiederaufnahme an das Berufungsgericht in Kiew weitergeleitet. Dabei geht es um Timoschenkos Tätigkeit als Chefin des Energieunternehmens EESU. Sie soll in den 1990er Jahren Verbindlichkeiten des Konzerns dem Staat überschrieben haben.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.11.2011, Seite 2, Ausland

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