22.10.2011
Sprache und Besitzverhältnis
Von Wiglaf Droste
In jenem Teil der Welt, in dem ich aufwuchs, hörte ich den anderen Menschen beim Sprechen zu, immer und allen. Als Kind tut man das, zuhören; man ist noch nicht verheiratet, oder nur ganz insgeheim und romantisch und verspricht sich vom Zuhören eben, daß man etwas noch nicht Bekanntes erfährt über die Welt und ihre Bewohner, daß sich die Welt eben auftut und ihren Reichtum zeigt. Ich wurde nicht enttäuscht.
»Wen hört den Hund?« fragte einer, als ein Hund kläffte. »...
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