11.08.2011
Versunken in Karstadt-Gedanken
Florian Voß’ neuer Gedichtband versucht sich in Gegenwartskritik, benutzt aber nur die Sprache des Boulevards
Von Kristoffer Cornils
Wer im Gestus zwischen Zeige- und Mittelfinger changiert, bekommt schnell Vorwürfe zu hören. Vor allem den der Eindeutigkeit, Platitüdenhaftigkeit. Je höher die (gesellschafts-)kritische Aufladung der Texte, desto unpoetischer sind sie, ist ein beliebtes Vorurteil. Es gibt Gegenbeispiele genug, es gibt aber auch Lyrik, die sich sprachlich selbst aushebelt und ihre Grundhaltung unterläuft. Dazu gehört auch Florian Voß‘ mittlerweile vierter Lyrikband. Auch an de...
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