25.07.2011
Rußland rostet
Schiffskatastrophe auf der Wolga wirft Schlaglicht auf eines der größten Probleme Moskaus: Die marode Infrastruktur
Von Tomasz Konicz
Beim schwersten Schiffsunglück in Rußland seit mehr als
zwei Jahrzehnten sind Behördenangaben zufolge 120 Menschen ums
Leben gekommen. An Bord der am 10. Juli während eines
Gewitters gesunkenen Fähre »Bulgaria« befanden
sich 208 Passagiere, von denen nur 79 gerettet werden konnten. Die
übrigen gelten als vermißt. Die 1955 in der
Tschechoslowakei gefertigte Doppeldeckfähre sank rund drei
Kilometer vom Ufer entfernt auf einem Wolga-Stausee, als sie ihre
Tour zwischen ...
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