16.07.2011
»Jedes Land hat die Geheimloge, die es verdient«
Das Netzwerk, das Mitte Juni in Italien enthüllt wurde, erscheint weniger planvoll und professionell als sein terroristischer Vorläufer P2. Ein Gespräch mit Giuseppe De Lutiis
Interview: Raoul Rigault
Giuseppe De Lutiis (70) ist Autor mehrerer Bücher,
forschte am Soziologischen Institut der Universität La
Sapienza in Rom und war von 1994 bis 2001 Berater des
Parlamentsausschusses für staatliche Gewalt und Terrorismus in
Italien
Knapp 30 Jahre nach dem Auffliegen der Geheimloge
»Propaganda Due«, kurz P2, die Rechtsextreme und
Kriminelle angestiftet, bewaffnet und finanziert hatte, um mit
Terror unter falscher Flagge die Vorbedingungen für einen
Staatsstreich zu sc...
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