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11.05.2000

Fünfstimmige Monotonie

Markus Dietz inszeniert »Die Macht der Gewohnheit« am Schauspiel Leipzig und landet im Bach

Von Cordula Kroß
Der Zirkusdirektor Garibaldi spielt Cello auf dem Holzbein. Sein Neffe, der Dompteur, hackt mit einem Gipsarm auf den Flügel ein. Die Enkelin übt Wie-verbeuge-ich-mich, der Jongleur quält die Geige, und der Clown verliert unentwegt lustig seinen Hut. Die fünf Artisten wollen ein Orchester sein. Das heißt, sie müssen, denn fünf Personen sind nötig, um Schuberts Forellenquintett zu spielen. Und so ziehen sie auch an diesem Tag wie schon seit 22 Jahren die verordnete O...

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