17.05.2011
Infrastruktur dünnt aus
Sachsen-Anhalt: Im Zuge der Gemeindereform verloren viele Dörfer nicht nur ihre Selbstbestimmung, sondern auch öffentliche Einrichtungen
Von Susan Bonath, Haldensleben
Seit 1. Januar 2011 ist die Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt
abgeschlossen. 2006 hatte sie die »schwarz-rote«
Landesregierung auf den Weg gebracht. Über 85 Prozent der
Kommunen wurden zu großen Verwaltungsgemeinschaften
zusammengeschlossen, zur »Stärkung von Verwaltungskraft
und Leistungsfähigkeit der gemeindlichen Ebene«, wie es
so schön hieß. Die Folgen empfinden viele Einwohner als
dramatisch. Zum Verlust von Identität und Selbstbestimmung
kommen finanziel...
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