15.01.2011
»Viele waren Kinder begeisterter Hitleranhänger«
Gespräch mit Manfried Hammer. Über die faschistische Vergangenheit seiner Familie, eine ukrainische Zwangsarbeiterin und seine politische Radikalisierung in den 60er Jahren
Interview: Gitta Düperthal
Manfried Hammer (geb. 1943) hat in Berlin einen Vertrieb
für englische Kunst- und Fotobücher. Seine
Großeltern waren stramme Nazis und beschäftigten eine
ukrainische Zwangsarbeiterin in ihrem Haushalt. Hammer war in den
60er Jahren im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) in
München und Westberlin aktiv
Im Jahre 1942 wurde Nadeshda Kirillowna Ljadezkaja aus der
Ukraine nach Deutschland deportiert. Die heute 87jährige
mußte im Haushalt Ihrer Großeltern arbeit...
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