13.12.2010
Auf der Anklagebank
Brasilien: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ThyssenKrupp-Tochter wegen schwerer Verletzung von Umweltauflagen bei Bau und Betrieb eines Stahlwerks nahe Rio de Janeiro
Von Benjamin Beutler
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Rio de Janeiro
haben den Anfangsverdacht erhärtet: Deutscher Stahl verpestet
Brasiliens Umwelt. Doch nicht nur auf dem Wasser und in der Luft
nimmt der ThyssenKrupp-Konzern keine Rücksicht. Für den
Werkschutz des neuen Megastahlwerks CSA an der Atlantikküste
soll die Firmenleitung vor Ort Mafiamilizen rekrutiert haben, die
Fischer und Gewerkschafter mit Morddrohungen verfolgen. Auch
Schmiergelder zur Umgehung von Um...
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