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Kabul: Wahlbetrug jetzt amtlich

Kabul. Nach einer Überprüfung der Ergebnisse der Parlamentswahl in Afghanistan werden einige Abgeordnete ihre Sitze verlieren. Wahrscheinlich seien zwischen zwölf und 25 Parlamentarier betroffen, sagte der südafrikanische Wahlexperte Johann Kriegler, ein internationaler Vertreter in der fünfköpfigen Beschwerdekommission. Letztere beendete ihre Überprüfung am Montag und will die Ergebnisse in dieser Woche an die zuständigen Behörden weiterleiten.

Bei der Beschwerdekommission gingen nach der Parlamentswahl Mitte September fast 6000 Berichte über Wahlbetrug ein. Rund 2500 Vorkommnisse wurden als so weitreichend eingestuft, daß sie den Ausgang in einem Wahlkreis beeinflußt haben könnten. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2010, Seite 2, Ausland

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