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13.11.2010

Kommissar Chagall

Er kam nie wieder nach Witebsk – deutsche Soldaten haben gewissenhaft alles vernichtet, Menschen, Synagogen, Häuser, was für den Jahrhundertkünstler sein Leben lang Ursprung war. Eine Hamburger Ausstellung kündet davon

Von Monika Köhler
Er flehte: »Wilhelm, gib Dich mit Warschau und Kowno zufrieden, komm nicht nach Dwinsk! Und vor allem, rühre nicht an Witebsk! Da bin ich und male meine Bilder.« Es ist Marc Chagalls verzweifelte Botschaft für den deutschen Kaiser. Doch das Zarenheer schlug sich schlecht gegen die Invasoren, und das hatte Folgen. »Jede Niederlage der Armee war für ihren Oberbefehlshaber, den Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch, ein Vorwand, die Juden anzuklagen«, schreibt Chagall in...

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