24.08.2010
Kunst, nicht Heimat
Mona Hatoum verfügt über ein exzellentes Radarsystem für Verletzungen – eine Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste
Von Tom Mustroph
Es ist ein unablässig sich wiederholendes Spiel. Wohin Mona
Hatoum auch kommt, stets wird sie danach gefragt, was ihr Heimat
bedeute. Das mag an der Kunst liegen, die sie produziert: Eine
große durchsichtige Kugel, die aus Verstrebungen gebaut ist,
die sich wie Längen- und Breitengrade auf dem Globus kreuzen,
fängt derzeit die Blicke in ihrer Ausstellung in der Akademie
der Künste in Berlin ein. Stadtpläne sind ausgebreitet.
In sie hinein hat Hatoum parallele Kreisb...
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