23.08.2010
Nicht zum Aushalten
Kämpferischer Trash und politische Aktionskunst: Zum Tod von Christoph Schlingensief
Von Christof Meueler
Es ist komisch, wie der rastlose katholische Universaldilettant
Christoph Schlingensief nach seinem Krebstod am Samstag zum
bundesdeutschen Superkünstler ausgerufen wird. Mit dem ganzen
Schmalz der Nachrufe könnte man sich eine schöne
Fettbemme schmieren und den deutschen Kulturbetrieb Geistesleben
symbolisch aufessen. Das wäre fast schon wieder eine
dramaturgische Schlingensief-Idee, auch wenn er Deutschland als das
Land der »trockenen Kekse« bezeichnet hat. Die
Ma...
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