21.08.2010
Abgeschoben in die Fremde
Omar und die anderen: Ohne Hilfe und mittellos stehen irakische Kurden in ihrer früheren Heimat vor dem Nichts. Begegnungen in der kurdischen Metropole Sulaimania
Von Karin Leukefeld
Über ein Jahrzehnt nach seiner Flucht aus der Region sitzt mir
Omar in der kurdischen Metropole Sulaimania gegenüber. Er
erzählt von damals, vom Herbst 1999. Damals war der
Bruderkrieg zwischen den beiden kurdischen Parteien im Nordirak
gerade vorbei, die Unruhe blieb, und Omar machte sich auf den Weg,
sein Glück zu suchen. Er war 22 Jahre alt, seine Heimat war
auf Beschluß der Vereinten Nationen vom Irak abgetrennt
worden, aber doch kein eigener Staat. Man nannte d...
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