05.08.2010
Groteske Provokation
Washingtons jüngste Konfrontationen mit Peking basieren auf Verkennung neuer Kräfteverhältnisse in der Welt
Von Rainer Rupp
In ihren Beziehungen zu China hat die Obama-Administration in
diesem Jahr, insbesondere aber in den letzten Wochen, nicht nur
eine härtere Tonart angeschlagen, sondern teils ganz
bewußt Peking provoziert. Die Washington Post meinte am
vergangenen Freitag, daß dies »Ausdruck eines
diplomatischen Balanceaktes« sei, bei dem die USA einerseits
»Chinas Aufstieg in einigen Bereichen begrüßen,
aber auch nicht davor zurück schrecken, Konfrontation mit
Peking zu suchen, wenn...
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