12.06.2010
Roßkur in Ungarn
Krisenprogramm: Rechtsregierung setzt neoliberale Politik des Vorgängerregimes fort. Einschnitte treffen fast ausschließlich untere Einkommensgruppen
Von Tomasz Konicz
Was macht ein siegreicher Rechtspopulist, der – kaum an der
Macht – alle seine Wahlversprechen brechen muß?
Anschauungsunterricht erteilt hierbei der frisch gewählte
rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban,
dessen Regierungssprecher Peter Szijjarto am 4. Juni eine kleine
Börsenpanik auslösen durfte. Die abgewählte
sozialdemokratische Vorgängerregierung habe das wahre
Ausmaß des Haushaltsdefizits verschleiert. Deshalb befinde
sich das...
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