08.04.2010
Vor der »Machtergreifung«
Am Wochenende wählen die Ungarn ein neues Parlament. Der rechte Fidesz-Bund und die neofaschistische Jobbik-Bewegung sehen sich jetzt schon als überlegene Sieger
Von Sándor Horváth
Am 11. April tritt die Bevölkerung Ungarns zum sechsten Mal
seit der Wende von 1990 an die Urnen, um ein neues Parlament und
damit ihre neue Regierung zu wählen. Seit Jahren sagen alle
Meinungsumfragen einen Erdrutschsieg der größten
Oppositionspartei, des rechtskonservativen national-populistischen
Bundes Junger Demokraten – Ungarischer Bürgerbund
(Fidesz – MPSz) voraus, der mit einer Ein-Prozent-Partei, der
fundamentalklerikalen Christdemokratischen Vo...
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