29.03.2010
Menschenrechtshetorik und Kulturboykott
Die bundesdeutsche Kuba-Politik
Von André Scheer
Die Bundesrepublik erbte mit der Einverleibung der DDR eine ganze
Reihe von Rechten und Pflichten aus deren internationalen
Verträgen. Im Einigungsvertrag war die Rede von
»Vertrauensschutz« und »gewachsenen
außenwirtschaftlichen Beziehungen«. Das bedeutete u. a.
die Verpflichtung, jährlich 24000 Tonnen Milchpulver an Kuba,
dessen zweitwichtigster Handelspartner die DDR gewesen war, zu
liefern. Zugleich erbte die Bundesregierung 850 Millionen
Transferrubel Schulden ...
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