13.03.2010
Ungewohnte Nervosität
Im Berliner Daimler-Werk erstmals seit 30 Jahren verschiedene Listen zur Betriebsratswahl. IG Metall vermutet Verschwörung linksradikaler Gruppen
Von Karl Neumann
Wenn die rund 2800 Beschäftigten des Daimler-Werks in
Berlin-Marienfelde am Montag und Dienstag einen neuen Betriebsrat
bestimmen, stehen erstmals seit 30 Jahren nicht Personen, sondern
Listen zur Wahl. Neben der offiziellen IG-Metall-Liste und zwei
unternehmensnahen Gruppen kandidieren 31 Metaller auf der Liste
»Alternative«, die sich gegen weiteren Lohnverzicht und
für einen entschlossenen Kampf um den Erhalt der
Arbeitsplätze ausspricht.
Gemessen an den nervösen...
Artikel-Länge: 4777 Zeichen


