-
09.02.2010
- → Inland
Studie belegt Diskriminierung
Bonn/Konstanz. Stellenbewerber mit türkischem
Migrationshintergrund werden offenbar auf dem deutschen
Arbeitsmarkt deutlich benachteiligt. Eine Studie belegt eine
»ethnische Diskriminierung«, wie das Institut zur
Zukunft der Arbeit (IZA) am Montag in Bonn mitteilte. Forscher der
Uni Konstanz hatten mehr als 1000 Bewerbungen auf Praktikumsstellen
für Wirtschaftsstudenten verschickt. Dazu verwendeten sie
inhaltlich gleiche Bewerbungsunterlagen, denen per Zufall ein Name
deutscher oder türkischer Herkunft zugeordnet wurde. Die
fiktiven Bewerber hatten den Angaben zufolge nicht nur
vergleichbare Qualifikationen und Fähigkeiten, sondern waren
zudem deutsche Staatsbürger. Dennoch erhielten Bewerber mit
türkischen Namen insgesamt 14 Prozent weniger positive
Antworten. In kleineren Unternehmen hatten Bewerber mit
türkisch klingenden Namen eine um 24 Prozent geringere
Chance.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland