18.01.2010
In der Schuldenfalle
Globale Wirtschaftskrise zwingt Argentiniens Regierung zur Rückkehr auf die Finanzmärkte. Notenbankchef bleibt im Amt
Von Johannes Schulten
Die Unabhängigkeit der Zentralbank gilt als heilige Kuh
neoliberaler Ideologie. Daß jegliche Kritik an diesem Credo
mit sofortiger Aberkennung aller wirtschaftspolitischern Vernunft
bestraft wird, muß derzeit die argentinische Regierung um
Cristina Fernández de Kirchner schmerzhaft erfahren. Diese
hatte am 7. Januar den obersten Währungshüter des Landes,
Martín Redrado, entlassen. Der hatte sich geweigert,
Reserven in Höhe von umgerechnet etwa sechs Milliarden
US-Do...
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